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ollistone

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221

Freitag, 28. Juni 2019, 12:49

Das ist ja auch eher so Raggamuffin / Dancehall Zeug. Jamaica, Mann! :prof:

Ziemlich coole Bilder. Bitte lasst sie es nicht verkacken.
"Morgen spreche ich endlich mit Malone."

DanielCraig

Felix Leiter

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222

Freitag, 28. Juni 2019, 23:32

Im Grunde genommen ist es völlig Latte um welches Musik Zeugs es sich bei dem verwendeten Song handelt. Für dieses kleine Feature passt der Song. In späteren Teasern und Trailern wird es wieder bondige Sachen und auch das James Bond Theme geben. Dieses kleine Feature sollte nur einen kleinen Einblick geben, wie und was auf Jamaica gedreht wurde, und beim Anschauen einfach nur Spaß machen. Dazu gehört auch dieser Song.

In meinen Augen haben sie bei dem Clip alles richtig gemacht. Das Video und der Song machen richtig Laune auf den Film. :headbang:

Martin

Felix Leiter

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223

Mittwoch, 3. Juli 2019, 13:18

Bond 25 hat offenbar einen Komponisten: Dan Romer, der mit Fukunaga bereits für Maniac und Beasts of no Nations zusammen gearbeitet hat. Die Musik zu Maniac fand ich interessant. Kann ja eigentlich nur besser werden nach Newman. ( https://www.indiewire.com/2019/07/bond-2…aga-1202154760/ )

Derweil wurde bekannt, dass MGM gegen den geplanten Titel „A Reason to Die“ kurz vor dem Jamaika-Event interveniert hat. Und Grace Jones hat ebenso kurzfristig ihren geplanten Cameo abgesagt. Schade, ich hätte das wirklich cool gefunden. Aber damit scheine ich der Einzige zu sein.

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224

Donnerstag, 4. Juli 2019, 07:12

Und Grace Jones hat ebenso kurzfristig ihren geplanten Cameo abgesagt. Schade, ich hätte das wirklich cool gefunden. Aber damit scheine ich der Einzige zu sein.


Äh. Nö.

Die Cameos in Bond-Filmen sind ja sehr eigen. Hätte mich gefreut, wenn mal mehr als drei Hardcore-Fans einen entdeckt hätten. Und Jones ist ja sowieso eine Type für sich. Schade, daß sie auf den letzten Metern die Diva aktivierte.

Scarpine

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225

Donnerstag, 4. Juli 2019, 11:15

Derweil wurde bekannt, dass MGM gegen den geplanten Titel „A Reason to Die“ kurz vor dem Jamaika-Event interveniert hat.
Och nö. Wann hören sie denn endlich mal mit dem ausgelutschten "Die/Sterben"-Quark auf? Das wird ja langsam ein Fetisch. Auch wenn ich kein großer Freund von MGM bin, da deren Einfluss auf die Serie meist negativer Natur war, haben sie diesmal recht. Ian Fleming mag kein großer Schriftsteller gewesen sein, aber er hatte ein ziemlich gutes Gespür für klangvolle, doppelbödige, fantasievolle Titel. Seit die zum Großteil vebraucht sind, wirken die Eigenkreationen immer so bemüht bis geradezu platt. Kann es denn wirklich so schwer sein, kraftvolle, eingängige Titel zu ersinnen, die sich stimmungsvoll auf den Filminhalt beziehen? Ich würde mir da wieder mehr Raffinesse und Liebe zum Detail wünschen.

Grace Jones hätte ich auch interessant gefunden, weil sie ja wirklich eine enorm markante Persönlichkeit ist und ihr Auftritt sicherlich auch die Atmosphäre des Jamaika-Parts bereichert hätte. Schade, dass daraus nichts wird. Aktuell scheint es auch wieder so, dass die Produktion von Bond 25 irgendwie nie so richtig zur Ruhe kommt. Hoffentlich ist das nur ein äußerer Eindruck und diese Querelen schlagen sich später nicht negativ im finalen Film nieder. Eigentlich will ich ja keinen Pessimismus verbreiten oder den Beteiligten fehlendes Engagement vorwerfen, aber irgendwie habe ich schon länger den Eindruck, dass das Franchise in der heutigen Zeit den "Reiz des Besonderen" verloren zu haben scheint. War es früher etwas Besonderes oder eine Ehre bei Bond dabei sein zu dürfen, scheint es für viele Filmschaffende heute nur noch ein Job, wie jeder andere, zu sein. Die Eklusivität die 007 mal hatte, scheint im Zeitalter von Comic-Universen, Disney-Star Wars und Streaming-Event-Produktionen verflogen zu sein. Ist die Serie für viele nur noch ein alter Klassiker? :(
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Django

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Freitag, 5. Juli 2019, 08:40

Die Eklusivität die 007 mal hatte, scheint im Zeitalter von Comic-Universen, Disney-Star Wars und Streaming-Event-Produktionen verflogen zu sein. Ist die Serie für viele nur noch ein alter Klassiker?

Ich denke nicht, dass es die Konkurrenz ist, zumal ja gerade die von Dir genannten Beispiele ein ganz anderes Genre abdecken als die Bond-Filme. Vielmehr denke ich - leider - dass es den Bond-Machern je länger je weiniger gelingt, Überdurchschnittliches zu leisten und so die Franchise Stück für Stück zugrunde richten. So wirken für mich zumindest die letzten beiden Beiträge völlig orientierungslos (klar, darüber kann man sich streiten, aber die meisten dürften mir wohl zustimmen, dass der SP-Plot nur ein riesiges Gewurstel ist). Klar, auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Phasen mit weniger gelungenen und weniger erfolgreichen Bond-Filmen. Aber insgesamt ist es doch immer wieder gelungen, auf die Erfolgswelle zurückzukehren und vor allem - und hier denke ich insbesondere an die beiden Dalton-Beiträge - wurde doch meistens gute "Qualität" geliefert, auch wenn der Publikumserfolg eher hinter den Erwartungen blieb. Von daher: Ja, die Exklusivität der Bond-Filme ist verflogen. Aber daran sind die Verantwortlichen selber schuld. Traurig aber wahr :(

Martin

Felix Leiter

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Montag, 8. Juli 2019, 00:33


Och nö. Wann hören sie denn endlich mal mit dem ausgelutschten "Die/Sterben"-Quark auf? Das wird ja langsam ein Fetisch. Auch wenn ich kein großer Freund von MGM bin, da deren Einfluss auf die Serie meist negativer Natur war, haben sie diesmal recht. Ian Fleming mag kein großer Schriftsteller gewesen sein, aber er hatte ein ziemlich gutes Gespür für klangvolle, doppelbödige, fantasievolle Titel. Seit die zum Großteil vebraucht sind, wirken die Eigenkreationen immer so bemüht bis geradezu platt. Kann es denn wirklich so schwer sein, kraftvolle, eingängige Titel zu ersinnen, die sich stimmungsvoll auf den Filminhalt beziehen? Ich würde mir da wieder mehr Raffinesse und Liebe zum Detail wünschen.


Ja, ein bisschen schwach ist das schon. Da schreibt Barbara Broccoli großspurig auf ein Fan-Plakat mit dem Titel "Shatterhand", dass das nicht der Titel sein wird, als hätte was viel besseres in petto. Und dann kommt man mit "A Reason to Die". Da finde ich Shatterhand doch um einiges markanter. Die besten Titel sind die, die sich aus der jeweiligen Story erklären und nur für diesen Film funktionieren. Diese "Sterben ist tödlich"-Sachen sind auch für die Vermarktung eher schlecht. Das ist auch bei den deutschen Titeln der Young-Bond-Bücher furchtbar.


Grace Jones hätte ich auch interessant gefunden, weil sie ja wirklich eine enorm markante Persönlichkeit ist und ihr Auftritt sicherlich auch die Atmosphäre des Jamaika-Parts bereichert hätte. Schade, dass daraus nichts wird. Aktuell scheint es auch wieder so, dass die Produktion von Bond 25 irgendwie nie so richtig zur Ruhe kommt. Hoffentlich ist das nur ein äußerer Eindruck und diese Querelen schlagen sich später nicht negativ im finalen Film nieder. Eigentlich will ich ja keinen Pessimismus verbreiten oder den Beteiligten fehlendes Engagement vorwerfen, aber irgendwie habe ich schon länger den Eindruck, dass das Franchise in der heutigen Zeit den "Reiz des Besonderen" verloren zu haben scheint. War es früher etwas Besonderes oder eine Ehre bei Bond dabei sein zu dürfen, scheint es für viele Filmschaffende heute nur noch ein Job, wie jeder andere, zu sein. Die Eklusivität die 007 mal hatte, scheint im Zeitalter von Comic-Universen, Disney-Star Wars und Streaming-Event-Produktionen verflogen zu sein. Ist die Serie für viele nur noch ein alter Klassiker?


Wobei Grace Jones eh ein bisschen strange ist. Dass sie abgesprungen ist, würde ich jetzt gar nicht als Abwertung des Franchise betrachten. Grundsätzlich hat Bond aber wohl das "Problem", britisch zu sein. Die US-Amerikaner sind ja sehr patriotisch, und bei vielen Schauspielern liegt die wahre Leidenschaft wohl daher eher bei Star Wars oder Marvel. Da werden die dümmsten Rollen freudestrahlend angenommen, nur weil man damit aufgewachsen ist.

Etwas beunruhigend finde ich eher die plakativ wirkenden Anspielungen. Neben dem geplanten Jones-Cameo auch der Aston Martin V8 mit dem Original-Kennzeichen aus TLD. Das ist zwar eins meiner Lieblings-Bondautos, aber als Hommage finde ich das zu offensichtlich und anbiedernd. Ähnlich wie der DB5 in Skyfall. Diese Sachen wirken ein bisschen so, als wolle man die Fans damit über mögliche Schwächen hinwegtrösten.

Scarpine

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Montag, 8. Juli 2019, 17:21

Diese "Sterben ist tödlich"-Sachen sind auch für die Vermarktung eher schlecht. Das ist auch bei den deutschen Titeln der Young-Bond-Bücher furchtbar.

Ja, teilweise sind die Nachfolgeautoren des Buch-Bonds da auch mit Schuld. Benson hat ja auch Sachen geschrieben wie "High Time to Kill". Gardner hatte auch so ein paar dürftige Titel wie "Death is Forever", ersann dafür aber auch Sachen wie "For Special Services", "Icebreaker", "Seafire", die vielen Eon-Titeln überlegen sind. Ich finde es zudem wichtig, dass der Titel nicht nur individuell zum Film passt und eingängig ist, sondern auch bondig klingt. "A Reason to Die" könnte auch ein neuer Stirb Langsam-Film heißen, wenn man das "Hard" noch anhängt.

Grundsätzlich hat Bond aber wohl das "Problem", britisch zu sein. Die US-Amerikaner sind ja sehr patriotisch, und bei vielen Schauspielern liegt die wahre Leidenschaft wohl daher eher bei Star Wars oder Marvel. Da werden die dümmsten Rollen freudestrahlend angenommen, nur weil man damit aufgewachsen ist.

Das war auch nicht auf Jones bezogen, die wirklich als sehr eigen und divenhaft gilt und außerdem ihren großen Auftritt bei Bond schon vor 35 Jahren hatte. Ich meinte wirklich, die allgemeine Einstellung vieler Filmschaffender. Dass es überhaupt so schwierig war, einen Regisseur zu finden, dass Craig die ganze Zeit mit seinen Sonderwünschen interveniert hat und so weiter. Im Cbn-Forum wurde auch auf einen Artikel verwiesen, der behauptet, dass Fukunaga beim Team nicht sonderlich beliebt sein soll und dass diese 3-Stunden-Challenge dem Zweck diente, seine Autorität bei der Crew wiederherzustellen. So nach dem Motto: "Vergesst nicht, dass ich der Taktgeber bin. Ohne mich läuft nichts am Set. Und damit ihr das kapiert, spiele ich jetzt drei Stunden Konsole und lass euch warten." Ich weiß nicht, ob dass der richtige Ansatz ist, um Mitarbeiter zu motivieren, wenn es denn stimmt. Früher hätten sich junge Schauspielerinnen darum gerissen, Bondgirls zu sein; heute sind sich viele zu fein dafür. Ist vielleicht nur mein Eindruck, aber irgendwie übt Bond als Marke nicht mehr so einen Reiz auf Regisseure und Darsteller aus, wie noch vor einigen Jahren. Vielleicht täuscht das aber auch; keine Ahnung. :?:

Etwas beunruhigend finde ich eher die plakativ wirkenden Anspielungen. Neben dem geplanten Jones-Cameo auch der Aston Martin V8 mit dem Original-Kennzeichen aus TLD. Das ist zwar eins meiner Lieblings-Bondautos, aber als Hommage finde ich das zu offensichtlich und anbiedernd. Ähnlich wie der DB5 in Skyfall. Diese Sachen wirken ein bisschen so, als wolle man die Fans damit über mögliche Schwächen hinwegtrösten.

Diese Retro-Schiene finde ich auch nicht so toll. Schon Mendes mit seinem doch sehr bemühten DB5-Einsatz in Skyfall. Das wirkt irgendwie immer so, als wollte man mal an den alten Zeiten schnuppern, um ja nichts verkehrt zu machen. Es ist ja auch mal wieder ein Jubiläumsfilm und dass ist selten gut, weil das Reinpressen von Hommagen häufig so gezwungen wirkt. Das ist selten ein Vorteil für die Filme. Vielleicht sollten sie Jubiläen nur für die Werbung gebrauchen und die Filme so konzipieren wie jeden anderen Bondfilm auch. Ich finde immer, dass die Moore-Ära hier in Sachen "Trends" Vorbild sein könnte. Moore ist nie Aston Martin gefahren, hat mit einem ganzen anderen Wagen einen neuen Standard gesetzt und auch sonst mit vielen Elementen des Connery-Bonds gebrochen. Das kam zwar auch nicht unisono gut an, aber Bond war modern, frisch und auf der Höhe der Zeit.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scarpine« (8. Juli 2019, 18:22)


Mister Bond

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Montag, 8. Juli 2019, 20:51

Also ich weiß echt nicht, was man bei einem "die" im Titel auszusetzen hat. Habe ich schon auf eine andere Filmseite, so eine kleine Diskussion gelesen. Das ist doch hanebüchen.
Es gab bisher ganze drei, man muss es sich nochmal auf der Zunge zergehen lassen, drei von 24 offiziellen Bondfilmen mit dem Wort "die" im Titel!
Nimmt man noch "kill" hinzu, sind es immer noch mickrige fünf von 24!

Martin

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230

Montag, 8. Juli 2019, 21:37

Also ich weiß echt nicht, was man bei einem "die" im Titel auszusetzen hat. Habe ich schon auf eine andere Filmseite, so eine kleine Diskussion gelesen. Das ist doch hanebüchen.
Es gab bisher ganze drei, man muss es sich nochmal auf der Zunge zergehen lassen, drei von 24 offiziellen Bondfilmen mit dem Wort "die" im Titel!
Nimmt man noch "kill" hinzu, sind es immer noch mickrige fünf von 24!


Von den originalen Fleming-Titeln gab es jeweils nur einmal 'die' und 'kill'. Der Rest dann gehäuft in der Post-Fleming-Ära. Vor allem die Brosnan-Ära hat mit TND und DAD wohl zu diesem Eindruck beigetragen. Zudem sind 'die' und 'kill' auch in anderen Filmen recht häufig vorhanden. Ich hab auch den Eindruck, dass diese Todesbeschwörung immer dann zum Einsatz kommt, wenn einem die Inspiration fehlt. Siehe die von Scarpine erwähnten Romantitel oder auch "Another Way to Die".

Scarpine

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Montag, 8. Juli 2019, 22:12

Zudem sind 'die' und 'kill' auch in anderen Filmen recht häufig vorhanden. Ich hab auch den Eindruck, dass diese Todesbeschwörung immer dann zum Einsatz kommt, wenn einem die Inspiration fehlt.

Das wäre auch mein Eindruck. Zumal wir das hierzulande auch ein wenig überspitzter wahrnehmen, weil wir mit den deutschen Titeln gestraft sind: In tödlicher Mission, Im Angesicht des Todes, Der Hauch des Todes, Lizenz zum Töten, Der Morgen stirbt nie, Stirb an einem anderen Tag. Das sind 6 innerhalb einer Spanne von 9 Filmen. Der Arbeitstitel von Quantum of Solace war übrigens Sleep of the Dead; der von Spectre war Death leaves an Echo. Hoffentlich ist A Reason to Die auch nur ein Arbeitstitel...
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Mister Bond

Felix Leiter

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232

Montag, 8. Juli 2019, 23:50

Leute, es geht hier um die englischen Originaltitel der James Bond Filme und nicht Romane, Spiele oder gänzlich andere Filme.

Martin

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233

Dienstag, 9. Juli 2019, 03:30

Aber die Normalzuschauer kennen doch nicht alle Bondtitel auswendig wie wir. Da spielen auch eher subjektive Eindrücke mit. Ein dreimaliges Vorkommen wird von vielen schon als häufig empfunden. Ein Titel mit 'gold' oder 'golden' würde sicher allgemein auch als einfallslos wahrgenommen werden. Für die meisten Leute geht es auch in jedem Bondfilm um die Weltherrschaft, auch wenn das wenn es hoch kommt zwei-, dreimal wirklich der Fall war. Für die Vermarktung spielt auch eine Rolle, wie griffig und markenwertig ein Titel im Vergleich mit anderen Filmen ist. MGM scheint ihn ja nicht umsonst einen Tag vor der Pressekonferenz verworfen zu haben.

Das war auch nicht auf Jones bezogen, die wirklich als sehr eigen und divenhaft gilt und außerdem ihren großen Auftritt bei Bond schon vor 35 Jahren hatte. Ich meinte wirklich, die allgemeine Einstellung vieler Filmschaffender. Dass es überhaupt so schwierig war, einen Regisseur zu finden, dass Craig die ganze Zeit mit seinen Sonderwünschen interveniert hat und so weiter. Im Cbn-Forum wurde auch auf einen Artikel verwiesen, der behauptet, dass Fukunaga beim Team nicht sonderlich beliebt sein soll und dass diese 3-Stunden-Challenge dem Zweck diente, seine Autorität bei der Crew wiederherzustellen. So nach dem Motto: "Vergesst nicht, dass ich der Taktgeber bin. Ohne mich läuft nichts am Set. Und damit ihr das kapiert, spiele ich jetzt drei Stunden Konsole und lass euch warten." Ich weiß nicht, ob dass der richtige Ansatz ist, um Mitarbeiter zu motivieren, wenn es denn stimmt. Früher hätten sich junge Schauspielerinnen darum gerissen, Bondgirls zu sein; heute sind sich viele zu fein dafür. Ist vielleicht nur mein Eindruck, aber irgendwie übt Bond als Marke nicht mehr so einen Reiz auf Regisseure und Darsteller aus, wie noch vor einigen Jahren. Vielleicht täuscht das aber auch; keine Ahnung.


Bei der Meldung um Fukunagas Gaming-Session weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Oft haben solche Meldungen ja einen wahren Kern, andererseits wirkt der Mann auf mich nicht so. Er erscheint bei den offiziellen Anlässen eher zurückhaltend und bedacht, und auch seine bisherigen Entscheidungen und Aussagen sind mir größtenteils sympathisch. Er steht ja noch ziemlich am Anfang seiner Filmkarriere, und ich kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass er die durch solche unprofessionellen Manöver gefährdet. Dieses divenhafte Verhalten kann ich mir ehrlich gesagt eher bei Craig vorstellen, der ja auf einem Foto schon ziemlich gereizt im Streit mit Fukunaga zu sehen war, und sich ja auch sonst sehr in Regie- und Produktionsentscheidungen reinhängt.

Das Problem ist sicher auch eine mangelnde Autorität seitens der Produzenten. Man lässt Craig freie Hand bei allem, was er so will, das signalisiert ihm natürlich, dass ohne ihn nichts geht. Dann will man unbedingt A-Regisseue, die dann auch wieder ihren eigenen Kopf haben. Bei einem Martin Campbell beispielsweise kann ich mir nicht vorstellen, dass er wegen eines Drehbuchautoren die Regie eines Bondfilm aufgegeben hätte. Deshalb habe ich auch bei Fukunaga Hoffnung.

Grundsätzlich glaube ich aber auch, dass die allgemein politisch überkorrekte Stimmung dem Image der Reihe zusetzt. Schauspielerinnen gelten als cool, wenn sie lieber Bond spielen wollen als das 'Bondgirl'. Obwohl sie damit ja ungewollt zugeben, dass sie dieses makuline Rollenbild als erstrebenswert und cool ansehen. Geheimdienste gelten mittlerweile als eher überflüssige, korrupte Organisationen. Die Helden sind eher Whistleblower, die ihre Methoden entlarven, oder am ehesten noch Agenten wie Bourne, die sich gegen das System und ihre ehemaligen Chefs stellen. Und die Jugend demonstriert eher gegen Autos, als im Kino ps-geschwängerte Verfolgungsjagden zu bewundern. Andere Franchises wie Star Wars haben es da wesentlich leichter, sich dem Zeitgeist anzupassen, und mit verschiedenen Helden einem Bedürfnis nach Diversität nachzugehen. Das was in den Sechzigern das große Alleinstellungsmerkmal der Bondreihe war, der coole, über den Dingen stehende Mann, ist heute ihr Problem. Ich glaube zwar, dass ein Großteil der Bevölkerung damit gar kein Problem hat, aber die meisten Medien stellen es halt so dar. Ein Bond, der nicht wie Craig mit sich selbst und seiner Branche hadert, ist da wohl in absehbarer Zeit gar nicht mehr vorstellbar.

Diese Retro-Schiene finde ich auch nicht so toll. Schon Mendes mit seinem doch sehr bemühten DB5-Einsatz in Skyfall. Das wirkt irgendwie immer so, als wollte man mal an den alten Zeiten schnuppern, um ja nichts verkehrt zu machen. Es ist ja auch mal wieder ein Jubiläumsfilm und dass ist selten gut, weil das Reinpressen von Hommagen häufig so gezwungen wirkt. Das ist selten ein Vorteil für die Filme. Vielleicht sollten sie Jubiläen nur für die Werbung gebrauchen und die Filme so konzipieren wie jeden anderen Bondfilm auch. Ich finde immer, dass die Moore-Ära hier in Sachen "Trends" Vorbild sein könnte. Moore ist nie Aston Martin gefahren, hat mit einem ganzen anderen Wagen einen neuen Standard gesetzt und auch sonst mit vielen Elementen des Connery-Bonds gebrochen. Das kam zwar auch nicht unisono gut an, aber Bond war modern, frisch und auf der Höhe der Zeit.


Ja, das sehe ich auch so. Die Dinge, die den Leuten in Erinnerung bleiben, sind nie die Hommagen, sondern immer die originären Einfälle. In SPY hatte man es tatsächlich geschafft, den Ikonen Oddjob und Aston Martin DB5 etwas ebenbürtiges entgegenzusetzen. Wenn Craig im DB5 fährt, denkt man sich eher 'Goldfinger war schon ein toller Film', und nicht 'Skyfall ist ein toller Film'.

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Dienstag, 9. Juli 2019, 08:23

Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Auch ich fand dieses Retro-Zeugs nie wirklich zielführend. Schon bei GE fragte ich mich: Muss dieser DB5 jetzt sein? Haben sie keine neuen Ideen? Zuvor gab's solche Vorschlaghammer-Retro-Sachen nie. Der einzige "passende" SB5 Retro-Einsatz war der in CR (wobei ich selbst da drauf hätte verzichten können)

Scarpine

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Dienstag, 9. Juli 2019, 15:10

Er erscheint bei den offiziellen Anlässen eher zurückhaltend und bedacht, und auch seine bisherigen Entscheidungen und Aussagen sind mir größtenteils sympathisch. Er steht ja noch ziemlich am Anfang seiner Filmkarriere, und ich kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass er die durch solche unprofessionellen Manöver gefährdet. Dieses divenhafte Verhalten kann ich mir ehrlich gesagt eher bei Craig vorstellen, der ja auf einem Foto schon ziemlich gereizt im Streit mit Fukunaga zu sehen war, und sich ja auch sonst sehr in Regie- und Produktionsentscheidungen reinhängt.
Das Problem ist sicher auch eine mangelnde Autorität seitens der Produzenten. Man lässt Craig freie Hand bei allem, was er so will, das signalisiert ihm natürlich, dass ohne ihn nichts geht. Dann will man unbedingt A-Regisseue, die dann auch wieder ihren eigenen Kopf haben. Bei einem Martin Campbell beispielsweise kann ich mir nicht vorstellen, dass er wegen eines Drehbuchautoren die Regie eines Bondfilm aufgegeben hätte. Deshalb habe ich auch bei Fukunaga Hoffnung.

Das mit Fukunaga stimmt; mir ist er bislang auch als ruhiger, kluger Kopf aufgefallen, der gute Entscheidungen trifft. Für ihn spricht auch, dass er - wie du sagst - nicht gleich wie Boyle die Brocken hingeworfen hat, nachdem Craig ihm Phoebe Waller-Bridge noch vor die Nase gesetzt hat, obwohl er und Scott Z. Burns das Final Shooting Draft schon fertig hatten. Man hat schon den Eindruck, dass die Produzenten die Sache arg schleifen und die Regisseure und vor allem Craig immer mehr gewähren lassen. Irgendwie lustig, dass sie einst in den alten Making-Ofs so herausgekehrt haben, dass Cubby Lazenby einst zur Ordnung rufen musste, während Craig mittlerweile fast tagtäglich so selbstgefällig und egomanisch zu agieren scheint, wie Lazenby bei den ganzen Dreharbeiten 1969 zusammengenommen. Da lobe ich mir doch den großen Sir Roger, der - obwohl Cubby und er später auf Augenhöhe gepokert haben - sich nie so mit Forderungen und Co-Produzenten-Gebaren in den Vordergrund gedrängelt hat. Auch deshalb hoffe ich, dass dies Craigs letzter Film wird und danach ein frisches Gesicht ran darf.

Grundsätzlich glaube ich aber auch, dass die allgemein politisch überkorrekte Stimmung dem Image der Reihe zusetzt. [...] Das was in den Sechzigern das große Alleinstellungsmerkmal der Bondreihe war, der coole, über den Dingen stehende Mann, ist heute ihr Problem. Ich glaube zwar, dass ein Großteil der Bevölkerung damit gar kein Problem hat, aber die meisten Medien stellen es halt so dar. Ein Bond, der nicht wie Craig mit sich selbst und seiner Branche hadert, ist da wohl in absehbarer Zeit gar nicht mehr vorstellbar.

Da sprichst du einen wunden Punkt an. In der Hinsicht hat Bond eine Achillesferse, die andere Franchise`s in der Tat so nicht haben. Ich wüsste jetzt aber auch keinen Rat, wie man darauf reagieren könnte, ohne den Markenkern von 007 zu sehr zu verraten. Eine knifflige Angelegenheit für die Produzenten und Bonds Zukunft.
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ollistone

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Mittwoch, 31. Juli 2019, 14:58

Ed Sheeran ist im Gespräch für den neuen Bond-Song, angeblich auf ausdrücklichen Wunsch Craigs.


KLICK!
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Daniel Dalton

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Donnerstag, 1. August 2019, 10:46

Muss nicht sein, finde ich
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Django

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Montag, 5. August 2019, 07:32

...warum denn nicht? Was zählt, ist schlussendlich natürlich nur das Ergebnis, aber da sehe ich jetzt durchaus Potenzial :)

Daniel Dalton

Felix Leiter

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Montag, 5. August 2019, 12:11

Habe bislang eben einige Songs als etwas austauschbar empfunden, generell eine Problematik der Musik der 2010er Jahre, noch nicht einmal die Titel behalte ich noch im Gedächtnis. Aber: Wir werden sehen, bei Sam Smith ist sein Bondwerk ja ebenfalls mit sein einziger Song, welcher mir zusagt ;-)
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Felix Leiter

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Montag, 5. August 2019, 13:07

Habe bislang eben einige Songs als etwas austauschbar empfunden, generell eine Problematik der Musik der 2010er Jahre, noch nicht einmal die Titel behalte ich noch im Gedächtnis. Aber: Wir werden sehen, bei Sam Smith ist sein Bondwerk ja ebenfalls mit sein einziger Song, welcher mir zusagt ;-)

Richtig. Bruno Mars, Sam Smith, Ed Sheeran, Katy Perry, Taylor Swift und wie sie alle heißen: völlig belanglos und austauschbar. Deren Erfolg ist eines der größten Rätsel unserer Menschheit.