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Django

Der Andere

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Montag, 5. August 2019, 07:38

und es kam MIR nie in den Sinn, dass Mr. Bond und Mr. Tanner vom selben Sprecher synchronisiert wurden

Geht mit auch so... Hab das erst seeeehr viel später erfahren beziehungsweise realisiert. Ein guter Synchronsprecher macht sich eben durch seine Wandlungsfähigkeit aus und vermag es, gänzlich verschiedene Charakteren glaubhaft rüberzubringen :)

Mister Bond

Felix Leiter

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Dienstag, 6. August 2019, 08:23

Also als Kind fiel es mir zumindest nicht so auf. Ich erkenne Stimmen schon sehr gut, aber gute Sprecher sind vielseitig einsetzbar, weshalb ich da keine Störungen empfinde, genau so wie bei Danneberg auf Cleese oder Stallone. Total entgegengesetzte Typen :)

Scarpine

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Dienstag, 3. September 2019, 23:21

James Bond 007: In tödlicher Mission

Bond Marathon # 00…12; Originaltitel: For Your Eyes Only, GB 1981, Regie: John Glen, Drehbuch: Richard Maibaum und Michael G. Wilson nach Ian Fleming, Darsteller: Roger Moore, Carole Bouquet, Topol, Julian Glover, Lynn-Holly Johnson, Cassandra Harris, Michael Gothard, John Wyman, Walter Gotell, Geoffrey Keen, James Villiers, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn u. a., Premiere: 24. Juni 1981

Zitat von »James Bond 007: In tödlicher Mission«

Der dringende Notruf des Secret Service war eine Falle: James Bond entgeht nur knapp einem heimtückischen Attentat eines alten Antagonisten. Aber 007 gewinnt die Oberhand und macht seinem früheren Erzfeind schlicht den Garaus. Derweil erhält der MI-6 eine wirklich dringende Eilmeldung: Das als Fischkutter getarnte britische Spionageschiff St. Georges ist vor der albanischen Küste mit einer alten Weltkriegs-Seemine kollidiert und gesunken. Es gibt keine Überlebenden. Besonders heikel ist der Verlust des Schiffes für die Admiralität, da dieses mit dem brandneuen ATAC-System ausgerüstet war. Mit diesem Chiffriercomputer lassen sich verschlüsselte Nachrichten an die U-Boote der Polarisflotte senden. Diese Technik darf auf keinen Fall in die Hände des Gegners gelangen. Da ein offizieller Bergungsversuch aufgrund der politischen Lage unmöglich erscheint, soll der Meeresarchäologe Sir Timothy Havelock das Wrack unauffällig lokalisieren und untersuchen. Doch bevor er Ergebnisse liefern kann, werden er und seine griechische Frau von einem Auftragskiller brutal ermordet. Bond wird auf den Fall angesetzt und spürt den Killer Gonzalez in Madrid auf. Dieser wird jedoch ein Opfer einer Armbrustschützin, die sich rasch als Havelocks rachsüchtige Tochter Melina entpuppt. Doch der Doppell-Null-Agent konnte immerhin den Auftraggeber des Kubaners identifizieren. Emil Locque ist ein eiskalter Mittelsmann, der in den Diensten der griechischen Unterwelt steht. 007 folgt Locques Spur von Madrid über Cortina bis nach Korfu und rettet Melina, die er überzeugen kann, die Sache vorerst ihm zu überlassen, vor einem Attentat Locques. Bond macht die Bekanntschaft der beiden Geschäftsmänner Kristatos und Columbo, die früher Freunde waren, heute jedoch Todfeinde sind. Wem kann 007 trauen? Locque lockt ihn in eine tödliche Falle nach der anderen und mehrere Verbündete müssen ihr Leben lassen. In der griechischen Insel- und Bergwelt entscheidet sich schließlich die halsbrecherische Jagd nach dem ATAC...

Zitat von »Scarpine (2013)«

Das erste Bondabenteuer der 80er Jahre setzt nach dem Vorgänger wieder auf mehr Spannung, Realismus und eine stärkere Agenten-Atmosphäre. Leider gerät die an sich gelungene Handlung einen Hauch zu episodenhaft, der Hauptschurke präsentiert sich viel zu blass und die Bildgestaltung und das Production Design nehmen den "down to earth"-Vorsatz der Produktion gar zu ernst und ergehen sich in – für Bondverhältnisse – erschreckender Schlichtheit. Auch Neu-Regisseur John Glen leistet sich noch den einen oder anderen Patzer, was aber zu verschmerzen ist. Für ein Spielfilmdebüt ist "For Your Eyes Only" schon bestechend qualitätvoll ausgefallen. Insgesamt gefällt die Mischung aus rasanten Stunts, ernstem Thrillerplot, vielseitigen Darstellerleistungen und Eighties-Soundtrack.

Wie der Vorgänger gehört For Your Eyes Only zu jenen drei "neurotischen" Bondfilmen, die bei mir traditionell einen eher schweren Stand haben. Tatsächlich gilt es in solchen Fällen immer mal wieder zwischen persönlichen Präferenzen und der Macht des Faktischen zu unterscheiden. Die negativen Einlassungen über die Monotonie der Achtziger Jahre und ihren alleinigen Regisseur betreffen im wesentlichen eine Gesamtentwicklung, während man dem jeweils einzelnen Filmbeiträgen nur bedingt ihre jeweiligen Vor- oder Nachläufer oder eine andauernde Einförmigkeit in der Serienkontinuität ankreiden kann. Solche Eventualitäten spielen bei der Bewertung von John Glens Erstling sowieso nur eine untergeordnete Rolle, denn zum einen hat er eben die Rolle des Vorreiters inne und zum anderen besitzt das Werk eine in sich harmonische Geschlossenheit, die keine der vier anderen Arbeiten des Regisseurs in der Form erreicht. Es ist – da lege ich mich gerne fest - John Glens bester Bondfilm. Und doch ist Roger Moores fünfte 007-Mission keineswegs frei von leichten Schwächen. Von Moores beginnenden Rentnertum über einen schwachbrüstigen Oberschurken, laue Nebendarsteller, eine episodenhafte Erzählweise bis hin zu fehlenden optischen Schauwerten lässt sich wahrlich allerlei Negatives hervorheben. Wirklich relevant sind allerdings - von meiner Warte aus - in der Gesamtschau nur zwei Kernpunkte: Zum einen sorgen ein Überangebot an Action-Sequenzen und diverse verzichtbaren Szenenfolgen für eine Streckung der sonst schon nicht allzu ereignisreichen Handlung, weshalb der Film am Ende insgesamt zu lang geraten erscheint, und zum anderen beschwören das fast durchweg blasse Production Design und das triste Szenenbild während der gedehnten Spielzeit immer wieder gewisse Ernüchterungsmomente herauf. Hier wird die stilistische Substanz in der Gesamtschau leider zu oft dem zugegebenermaßen rasanten Kurzweil geopfert. Ansonsten ist der Streifen wirklich rundherum gelungen. Die Stunts und Action-Attraktionen haben ein Alleinstellungsmerkmal und bleiben innerhalb der Serie unerreicht. John Glen gelingt ein formidabler, ein hochklassiger Einstand auf dem Regiestuhl und For Your Eyes Only geriet in der Folge zu seinem überzeugendsten Werkbeitrag.

Das Ensemble der Schauspieler hinterlässt einen soliden und ausgewogenen Eindruck. Keiner der Darsteller bricht mit einer besonders schwachen oder starken Leistung aus, weshalb selbst schwach konzipierte Klischeefiguren kaum stören und die Seriösität des Plots vom Cast unterstrichen wird. Es ist in der Tat erstaunlich, dass Roger Moore auch beim fünften Mal seinem Bond noch immer neue, nuancierte Facetten abzugewinnen weiß. Kollegialität, Härte, Fürsorge, Reflexion und Empathie stechen dabei besonders hervor. Bei den Cortina- und Tauchszenen fällt natürlich auf, dass der Brite ein wenig gealtert ist, was aber nicht weiter stört. Anders als manche Fans würde ich die souveräne schauspielerische Leistung in diesem Film jedoch nicht seinen Siebziger Jahre-Darbietungen vorziehen wollen. Die Französin Carole Bouquet bewältigt ihren Part sehr überzeugend. Melina zeigt sich ganz in der Tradition Elektras rachsüchtig, mutig und verletzlich. Eine der besten Leading Ladys der Moore-Ära. Cassandra Harris und Lynn-Holly Johnson sind in den Nebenrollen allerdings weniger glänzend, weil ihre Bondinen zu oberflächlich und pastiche-artig anmuten. Dagegen ist Chaim Topol ein echter Prachtkerl von einem Verbündeten, der mit 007 auf Augenhöhe agiert. Humorvoll, forsch, kumpelhaft und gewitzt zeichnet der israelische Schauspieler seinen griechischen Halbweltkönig. Er steht Bond auch deswegen noch etwas näher, weil bei ihm das väterliche Element von typologisch vergleichbaren Figuren wie Kerim oder Draco nicht ausgeprägt ist. Dagegen geht Julian Glover als der eigentliche Hauptgegner leider etwas unter, obwohl der Charakter eigentlich gar nicht so schlecht geschrieben und in der Story verankert ist. Ich gestehe, dass ich kein großer Anhänger von Glover bin. Er ist sicherlich kein schlechter Schauspieler, bringt aber in alle seine Rollen diese für ihn typische bläsierte, britische Reserviertheit mit rein. Für echte Diabolik ist er irgendwie der falsche Mann. Zum Glück hat man ihn mit einer Komparserie von echt fiesen Handlangern umstellt, sodass die Bedrohung für Bond konstant auf einem hohen Level bleibt. Exzellent besetzt ist hier vor allem Michael Gothard, der als Locque – trotz seiner immer nur temporären Leinwandpräsenz – sehr effektiv eiskalte Berechnung und sadistisches Kalkül zur Schau stellt. John Wymans Kriegler ist da sichtlich hausbackener und eintöniger von der Figurenzeichnung, erfüllt jedoch als getarnter Verbindungsmann zum KGB seinen Zweck. Charles Dance und Jack Klaff sind pointierte Sekundanten. Nach dem Tode Bernard Lees füllen James Villiers und Geoffrey Keen die große Lücke, die der Mime hinterlassen hat, nur notdürftig. Auch Lois Maxwells kurzer Auftritt erscheint in der MI-6-Historie nicht sonderlich erinnerungswürdig. Dafür erhält Desmond Llewelyn als Quartiermeister wieder einige amüsante Szenen.

In den verschiedenen Sektionen gibt es handwerklich nur wenig zu bemängeln. Die Kamerarbeit von Alan Hume kann sich insgesamt nicht mit den exzellenten Leistungen der beiden Vorgänger messen. Humes Stärke liegt in der dynamischen Komponente, dem rasanten Einfangen der Spitzenleistungen des Stunt-Teams, während die reine optische Cinematographie sich eher etwas beliebig ausnimmt. Die Lichtsetzung und das Farbspektrum erscheinen oft uninspiriert und bieder. Besonders die Secret Service-Szenen und die Cortina-Passage – vor allem in den Hotelszenen - sind hier richtig schlecht gealtert. Atmosphärische Highlights sind dagegen die Griechenland-Sequenzen, 007s nervenaufreibende Kletterpartie und die finale nächtliche Konfrontation zwischen Bond und Locque. Insgesamt eine solide Arbeit des Kameramanns. Bill Contis Score wird ja häufig kritisiert, weil ihm die zeitlose und vom Film losgelöste Klasse eines Barry-Albums eher abgeht. Dennoch empfinde ich Contis Disco-Kompositionen ähnlich wie bei The Spy Who Loved Me als eine dem Filmsujet trefflich verhaftete, musikalische Untermalung auf der Höhe der Zeit. Der Titelsong von Sheena Easton fügt sich als eines der besseren Lieder stimmig in den Score ein, während Maurice Binder – trotz einiger moderner Referenzen – mit seinen Main-Titles bereits damit beginnt, sich selbst zu kopieren. Das Production Design ist sehr unspektakulär ausgefallen und Peter Lamont erweist sich auch bei den kleineren Dekors leider nicht als ebenbürtiger Nachfolger Ken Adams. Die Scriptautoren haben die Kurzgeschichten Ian Flemings geschickt verwoben und eine glaubwürdige Agentenhandlung um diese ersonnen, die mit guten Dialogen und meist plastischen Figuren bestechen kann. Einzig mit einigen verzichtbaren Nebenszenen und angehängten Action-Momenten wie dem Eisflächen- bzw. dem Mini-U-Boot-Angriff wird bisweilen übertrieben und das Fortkommen der Handlung damit gehemmt. Die wunderschönen Schauplätze sind exquisit ausgesucht und vor allem Korfu besitzt ein herrliches On-Location-Flair. In gewisser Hinsicht kann man den Film und einige seiner Elemente daher durchaus als heimliche Hommage an den ersten Post-Fleming-Roman Colonel Sun von Kingsley Amis, in dem Bond ja auch auf griechischer Spur unterwegs ist, betrachten. Als Regisseur macht John Glen bei seinem ersten Kinofilm einen sehr guten Job und variiert geschickt die Stil-Merkmale seiner vier Vorgänger. Lediglich die lapidare Führung einiger Nebenakteure und das fehlende Interesse an optischer Erstklassigkeit fallen negativ ins Gewicht. Dennoch kann Glen mit einem fast ungetrübten Spitzenbondfilm innerhalb der Reihe debütieren.

Now I'm breaking free .” - Nach dem unüberbietbaren, gipfelstürmenden Gigantismus der Vorgänger sucht For Your Eyes Only sein Heil nun in bodenständigen Milieus, in atemloser Action, in sensationellen Stunts und in einer knallharten Spionagestory um Liebe, Verrat und Rache. Mit Erfolg: Trotz leichter Schwächen in der Konzeption und in den filmischen Mitteln präsentiert sich der epische ATAC-Reigen in der Ägäis als einer der gelungensten Beiträge zur Reihe.

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"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scarpine« (3. September 2019, 23:29)


Mister Bond

Felix Leiter

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Samstag, 7. September 2019, 14:58

Ja also, geht doch :thumbsup:
Was ich be FYEO auch noch mag, bei allen "geerdeten" Szenen, der Rückkehr zu etwas mehr Realismus; für mich hat FYEO dennoch so einen leichten Abenteuercharme, welchen ich bei Bond schon zu schätzen weiß. Wahrscheinlich sind es die tollen Lokalkolorit Szenen und eben die "Hatz", so wie Bond unter Wasser. Haie sind auch wieder dabei. Das gelang danach nur noch OP und streckenweise TLD.

Scarpine

Verschlagener Korse

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Samstag, 7. September 2019, 22:57

Ja also, geht doch :thumbsup:
Danke für das Lob! :thumbup: Das Werk hatte allerdings - siehe Review - nicht immer schon dieses gute Standing bei mir, das es heute besitzt... ;)
Aber - wie ich schrieb - hat Glens Erstling eben auch den Vorteil des Pioniers und eben auch diese wunderbare - sowohl auf die Moore-Ära, wie auch auf den literarischen Flemings-Komsos bezogene - harmonisch geschlossene Gesamtatmosphäre. For Your Eyes Only wirkt teilweise "Fleming- bzw. Roman-Bond-hafter" als manche der Filme, die auf vollwertigen Romanen basieren. Sollte es zu keinen großen Überraschungen kommen, werden alle anderen Achtziger-Bondstreifen bei mir erwartungsgemäß schlechter abschneiden als Moores fünfter Streich. :prof:
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Daniel Dalton

Felix Leiter

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Sonntag, 8. September 2019, 13:56

Diesem Lobe möchte ich mich nachträglich anschließen, habe Scarpines grandiose FYEO-Darbietung ebenfalls beeindruckt erlesen, LG
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

ollistone

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Montag, 9. September 2019, 13:01

Ein Aspekt, der mir in den meisten Kritiken deutlich zu kurz kommt und für den ich Glen sehr schätze: Ich finde FYEO streckenweise extrem spannend!

Während sämtliche Moore-Vorgänger der 70er relativ geschmeidig vor sich hin grooven, gibt es hier doch Momente, wo man an den Fingernägeln kaut. Beipsielsweise die Kletterpartie, den anschließenden Korb-Transport, die Jagd auf Locque. Verbunden mit einer gewissen Härte, die früheren Moore-Bonds abging - wenn ich nur an Ferraras durchgeschnitte Kehle denke... Das geht schon mehr in Richtung "Agenten-Thriller" als die übergroßen quietschbunten Gilbert-Werke.

Gleichzeitig gibt es eine Menge wirklich witziger Momente, was im Ergebnis zu einem Beitrag mit einer enormen Bandbreite führt, die mir außerordentlich gut gefällt.
"Morgen spreche ich endlich mit Malone."

Mister Bond

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Donnerstag, 12. September 2019, 22:28

Ich stimme dir zu, aber "The Spy Who Loved Me" ist nicht nur quietschbunt, sondern bietet auch eine Agentenstory mit mehreren Spannungsbögen, halt nur in geschmeidigerer Form ;)
Und auch die Härte bewies Moore ja in "The Man With The Golden Gun" (dort wurde und wird er aber meistens dafür kritisiert) und was wohl viele vergessen, in TSWLM! Wie er sich Sandor entledigt, auf Anyas Konfrontation mit Sergey reagiert (nicht der Spaßonkel) und die Liquidierung von Naomi und Stromberg.

Aber ich mag eben, die von dir genannten Momente in "For Your Eyes Only" auch sehr. Nicht zu vergessen die Unterwasserszenen, die mit ruhigeren Soundeffekten und dann bestimmt spannungsgeladener Musik daherkommt. Außerdem ist FYEO einfach der Vorreiter in Sachen physischer Stuntarbeit, brillierten früher doch mehr Spezialeffekte und Modellbauten.

Django

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Freitag, 13. September 2019, 14:38

Danke für das Review. Für mich ist FYEO mein Lieblings-Moore Bond :thumbup: (was nicht heissen will, dass die anderen nicht auch gut sind :D ). Das einzige, was mich an FYEO leicht stört, sind die teilweise deutlich sichtbaren Rückprojektionen während der Skiszenen :(

Zitat

Zum einen sorgen ein Überangebot an Action-Sequenzen und diverse verzichtbaren Szenenfolgen für eine Streckung der sonst schon nicht allzu ereignisreichen Handlung, weshalb der Film am Ende insgesamt zu lang geraten erscheint

Interessant. Ich finde FYEO gerade im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern extrem "ereignisreich". Nehmen wir zum Beispiel TSWLM... okay - die PTS hat es in sich. Aber dann: Ägypten, Sardinien, Auf und "unter" dem Meer. Drei in sich ziemlich homogene Blöcke, fertig. Gähn :coffee: ... Auch "richtige" Nebencharaktere gibt es kaum in Spy. Demhingegen findet sich Bond in FYEO stets und abrupt in einer neuen, richtig gefährlichen Situation wieder. Like that :thumbsup:

Scarpine

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Freitag, 13. September 2019, 23:30

Ich finde FYEO gerade im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern extrem "ereignisreich".
Das bezieht sich nicht auf die Action, sondern die Story. Der Plot-Aufhänger ist das ATAC. Nach 80 Minuten kommt man endlich auf die Idee, danach zu tauchen. Man birgt es, wird von Kristatos überfallen und "sterbend" zurückgelassen. Das alles in 15 Minuten. Vorher hält man sich mit allerlei Nebensächlichkeiten und unzähligen Attentaten auf. Wieso muss nach dem St. Georges-Kampf auch noch ein Mini-U-Boot angreifen? Wieso kommt nach der langen Ski-Verfolgung noch die Eishockey-Attacke? Im Grunde könnte man die eigentliche Handlung in 70 Minuten erzählen. Hier ist der Film zu episodisch. Das hätte man vielleicht damit umschiffen können, dass man früher und länger nach dem Wrack sucht, wie bei dem Vulkanbomber in Thunderball. Quasi ein stärkeres Abenteuer-/Schatzsuche-Motiv, in die man die überbordende Action mit hätte einbeziehen können. Durch die episodische Erzählweise verschleppen die vielfältigen kurzweiligen Action-Highlights die Handlung aber kurioserweise noch stärker. Auch die Subplots um Bibi und die Gräfin geben dem Plot nicht viel. Aber unterm Strich ist das alles nicht wirklich dramatisch. :)

Auch "richtige" Nebencharaktere gibt es kaum in Spy.
Das stimmt. Aber in der Figurenzeichnung ist er teilweise prägnanter bzw. effektiver. Naomi beispielsweise ist in ihrer kurzen Screentime perfekt charakterisiert. Verführerisch, sexy und tödlich. Flirt und Attentatsversuch auf Bond, One-Liner gehen auf ihr Konto und einen knalligen Abgang mit Gruß bekommt sie auch noch gewährt. Ein Bilderbuch-Badgirl in 5 Minuten. Dagegen Bibi: Viel mehr Screentime und viel mehr Zeilen; aber wofür ist der Charakter eigentlich gut? Weder ist sie ein Badgirl, noch eine Affäre oder ein gutes Eye-Candy und auch sonst keine große Hilfe für Bond. Gleiches gilt für ihre Trainerin und Kriegler. Zustimmen möchte ich dir bei Columbo, Kristatos und Locque. Solche fein nuancierte Nebenfiguren gibt es in den zwei vorangegangenen Gilbert-Filmen nicht.
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Mister Bond

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Mittwoch, 18. September 2019, 13:24

Also die Mini U-Boot Attacke, die Eishockey Szenen, die möchte ich nicht missen. Das gehört auch zu der Hatz dazu, deshalb finde ich ja den deutschen Titel "In tödlicher Mission" auch sehr treffend.

Ansonsten werden gerade Vergleiche zu TSWLM und FYEO gezogen. Was soll ich sagen? Zwei meiner Favoriten. Ich finde es ja gerade gut, dass der eine nicht wie der andere ist.