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Mister Bond

Felix Leiter

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Dienstag, 27. Juli 2021, 11:32



Ich finde den Emmerich-Godzilla ja gar nicht so schlecht (warum ist das kein Godzilla, Mister Bond?), der Film hält ganz gut die Waage zwischen Trick und Realaufnahme, da stimmt das Verhältnis, außerdem hat er Witz.

Weil Emmerich den Godzilla Charakter nicht trifft. Und das andere, das habe ich geschrieben, weil es optisch NULL Godzilla ist. Der muss nicht immer gleich aussehen, aber gewisse Anatomien sind gegeben.
Kommt ja "noch" keiner auf die Idee einen Dieter Hallervorden als James Bond zu casten.
Als Monster Film ist der auch ok, aber eben keine Godzilla Gaudi.

Ich verstehe, dass man vom CGI/Zerstörungsorgien satt ist, auch ich, habe mich ein wenig daran gestört, dass wieder Millionenstädte, zig Hochhäuser etc. zerstört werden und warum man solche Endkämpfe nicht auf einer Insel verlagern kann...oder auf dem offenen Ozean, wie beim ersten Kampf. hatte ja seinen Reiz, finde ich, da Kong dort überhaupt nicht in seinem Metier.

Und was ich eben bei Warner/Legendary gut finde, dass Kong (sowieso) und Godzilla Charaktere haben. Die Filme sind knackig gehalten und arten nicht in Überlänge aus und, ich wiederhole mich gerne, die Fights sind übersichtlich. Selbst die dunkleren Szenen in Godzilla (2014) und Godzilla: King of Monsters finde ich übersichtlich. Kurzum: ja, ich war Kind im Kinosaal.
Dagegen bekomme ich halt bei Bays Transformers Filmen, sind halt gute Beispiele, Kopfschmerzen und frage mich, welche Roboter da jetzt überhaupt kämpfen. Lediglich Optimus Prime und Bumblebee konnte man immer vom Rest unterscheiden. bei den Decepticons war das fürchterlich.


@Martin:
Na ja, ab und zu halt noch Montagskino im ZDF und ab und zu sendet ARD, besonders im Sommer, neue Filme, wie gestern "The Mule" mit Clint Eastwood oder heute "Parasite". Ansonsten sind ZDFNeo und One die besseren Spielfilm Alternativen.

Whisper

Agent

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Samstag, 31. Juli 2021, 10:08

Vor zwei Tagen habe ich "Planet der Vampire" (1965) von Mario Bava gesehen. Der Film weist viele Parallelen zu dem ja auch hier sehr beliebten Alien (1979) auf. Auch hier landet eine Raumschiff-Crew auf einem fremden Planeten, von dem ein Signal empfangen wurde. Auch ein älteres dort gestrandetes Raumschiff mit toten Aliens wird entdeckt.

Obwohl das Set-Design und die Effekte des Films viel billiger wirken als in Alien, besticht der Film durch Spannung und Atmosphäre. Dabei kommt er mit weitaus weniger Action aus, was ich positiv finde. Bei Alien dreht sich der letzte Teil des Films ja nur um die Jagd auf das Monster. Da ist für mich immer ein bisschen die Luft raus.
Whisper, das Tor! Aber langsam Whisper, langsam. Unsere Gäste sollen Zeit haben, sich zum Dinner zu versammeln.

Dr. moVe

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1 063

Gestern, 14:13

Skull Island fand ich auch innovativ und unterhaltsam, gerade weil Kong hier in einer Umgebung agiert, die man sonst nur von eher ernsten und dramatischen Filmen kennt. Ähnlich der erste Godzilla, der ebenfalls die Monsterthematik mit der Story um Bryan Cranston und seiner Frau kombiniert hat. Wenn dann aber Monster durch eine völlig abgespacte Umgebung mit fliegenden Steinen hechten und irgendwelche "Hohlerde Vehikel" wie Star-Trek-Shuttles hinterherfliegen, hab ich eher das Gefühl von einem abgefilmten Computerspiel. Das wirkt dann wie wenn ein Fünfjähriger Filme machen würde: "Ich will Saurier! Und Laser! Und Zeitmaschinen! Und grün leuchtende Engel in einem auf dem Kopf stehenden Paralleluniversum!"

Treffender hätte ich es nicht formulieren können, Martin! :thumbsup:
Da mir die ersten beiden Werke der Reihe recht viel Spaß machten - nicht zuletzt, weil für mich dieses Genre bis dahin zu oft unter seinen Möglichkeiten blieb, und die beiden Arbeiten des visuell sehr talentierten Gareth Edwards (der uns u.a. auch einen aufgehenden Todesstern in Rogue One: A Star Wars Story gekonnt zu präsentieren wußte) und des Independent-Regisseur Jordan Charles Vogt-Roberts mit einem überraschend guten Gespür für's Timing und die Tonalität überzeugten, trat ich dem vorletzten Werk 'Godzilla: King of the Monsters' seinerzeit noch sehr wohlwollend entgegen und blendete dessen gravierende erzählerische Schwächen erfolgreich aus. Mit dem neusten Werk ist für mich der Bogen aber nun auch endgültig überspannt. Aufgrund der recht positiven Kritiken habe ich eigentlich einen soliden Durchmarsch dieses (vorläufigen) Serien-Finales erwartet, und hätte nicht gedacht, das mein erster Kinobesuch seit einem Jahr, sich als eine so nervige Over the Top-Gurke erweisen würde. Klar darf man anführen, das man alterstechnisch nicht mehr zur Zielgruppe solcher Filme gehört, aber genrell wünschenswert sind doch universelle Unterhaltungsfilme mit denen jede Generation was anfangen kann. Bestes Beispiel hierfür ist für mich immernoch James Cameron's filmisches Schaffen. Wenigstens das titel-gemäße, finale, klassisch destruktive Aufeinandertreffen der 'Hauptchrakatere' wirkt für sich gesehen handwerklich recht sauber - würde die Regie selbst hier nicht ständig zu den stetig unwichtiger und überflüssiger werdenden menschlichen Pappkameraden rüberzappen. Wie man allerdings eine talentierte Durchstarterin wie Millie Bobby Brown dermaßen hohl verheizen kann, das grenzt schon fast an Kunst.

@Mister Bond: In einem Punkt muß ich mich aber auch Dir anschließen: Von einer grotesken Unübersichtlichkeit einer Michael Bay-Inszenierung ist der Film weit entfernt. Immerhin.
Meine Genre-Favoriten bleiben unterm Strich aber weiterhin die 3 'großen' King Kong-Verfilmungen von 1933 (Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack), 1976 (John Guillermin) und 2005 (Peter Jackson - favorisiere hier allerdings die Kinoversion).

Unabhängig vom ganzen Blockbuster-Trash-Zirkus war der jüngste Film, der mich am meisten begeisterte Oskar Roehler's Biopic über Rainer Werner Fassbinder 'Enfant Terrible', der aufgrund der beeindruckenden Performance des Hauptdarstellers, direkt zu meinem persönlichen Favoriten des merkwürdig zersplitterten Filmjahrgangs 2020 avancierte, was aber bei einem Fassbinder-Begeisterten wie mir nicht sonderlich überrascht. Natürlich ist der Film ein Anekdotensammelsurium. Aber so wirkt er eigentlich gar nicht, sondern verstrickt diese geschickt zu einem Fluß, der sehr wohl ein stringentes und intuitiv schlüssiges Bild abliefert. Für Leute die die ganzen privaten Storys von Fassbinder nicht kennen, ist es auf diese Weise dennoch ein stringentes Panorama dieser Persönlichkeit und seiner Geschichte. Und wenn man wie ich die Storys kennt, dann ist es faszinierend, wie diese miteinander sinnvoll, ästhetisch und dynamisch collagiert sind, ohne hackstückartig zu wirken. Daher verstehe ich auch einiges von der Kritik die dem Film entgegengebracht wurde nicht. Wäre es den entsprechenden Kritikern lieber gewesen, man hätte einfach die Biographie chronologisch dargestellt ? Ich wette da wäre weniger von der Person rüber gekommen als auf diese Weise. Seit Lars von Trier's 'Dogville' hab' ich keinen Film mehr gesehen bei dem das Stilmittel Bühnenkino so beeindruckte. 10 Cubra Libre daher von meiner Seite für dieses Werk.

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Mister Bond

Felix Leiter

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Heute, 09:51



@Mister Bond: In einem Punkt muß ich mich aber auch Dir anschließen: Von einer grotesken Unübersichtlichkeit einer Michael Bay-Inszenierung ist der Film weit entfernt. Immerhin.
Meine Genre-Favoriten bleiben unterm Strich aber weiterhin die 3 'großen' King Kong-Verfilmungen von 1933 (Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack), 1976 (John Guillermin) und 2005 (Peter Jackson - favorisiere hier allerdings die Kinoversion).

Bis auf den 197er Film gehe ich d'accord. Den sah ich als Kind und war da teils fasziniert, aber auch teils enttäuscht. Das positive: die Landschaftsaufnahmen, John Barrys Musik und Jeff Bridges etwas ambivalentere Leistung...ok, Jessica Lange als Sexobjekt, war sehr aufreizend, aber halt viel plumper dargestellt als später bei Peter Jackson.
Minuspunkte? Der Rest, darf man wohl sagen. Wenig aufregend, eigentlich erst das Finale. Bios dahin zieht sich das Ganze, dann auch nur ein mickriger Monsterkampf. Na ja. Aber geweint habe ich am Ende. Doch, dass wäre die andere Stärke des Films: Bei allem Lob für das Original von 1933, aber Kong war da nur ein Lump. 1976 gab man Kong mehr Gefühle, sein Tod hat mich viel mehr mitgenommen als noch in der 1933er Version.
Das überbot für mich nur Peter Jackson, der Kong so greifbar wie einen Menschen machte, man volle Sympathien mit Kong hat. Deshalb finde ich Jacksons Werk insgesamt unterbewertet. Für mich hat sein Film die beste Balance zwischen Humor, Action, Horror, Tragik.
Zudem finde ich Kong: Skull Island auch sehr gut und viel besser als John Guillermins Film. Selbst in Skull Island hat Kong Charakter, die kinematografische Arbeit ist auch großartig geraten.

Da sind wir uns aber wohl einig, dass Skull Island der beste Filme des Monsterverse ist.

Aber nochmal zum Monsterverse und den menschlichen Charakteren: ich weiß ja nicht, warum immer darauf rumgehackt wird, dass die Menschen nur Statisten sind und der Godzilla von 2014 das noch besser hinbekommen hat.
1) finde ich nicht unbedingt, dass der 2014er Film den Charakteren viel mehr entlockte als die darauffolgenden Filme.
2) vergleiche ich diese Nörgelei an den menschlichen Darstellern mit James Bond. Brauchen wir etwa einen Shakespeare Bond?
3) auch in den geliebten japanischen Filmen, sind die menschlichen Charaktere plump und es wird auch da häufig auf diese geblendet

Ps.: Kyle Chandler finde ich irgendwie extrem sympathisch, mir egal, dass der kein De Niro oder Christian Bale ist. Ich mochte den schon in Jacksons King Kong, in Super 8 und in Game Night (mit Jason Bateman und der bezaubernden Rachel MacAdams).